Inlays

Goldinlay

 Keramikinlay

Inlays werden auch als "Einlagefüllungen" bezeichnet. Es handelt sich hier um zahntechnische Restaurationen, die an Stelle einer Füllung in den Zahn eingesetzt werden, um einen Defekt dauerhaft zu verschließen.

Inlays können grundsätzlich aus Gold oder aus Keramik gefertigt werden. Die Verwendung von Nichtedelmetalllegierungen scheidet hier aufgrund der nicht ausreichenden Präzision aus.

Goldinlays sind ein seit Jahren bewährtes, aber technisch sehr aufwändiges Verfahren, das extreme Präzision sowohl in der zahnärztlichen Praxis als auch im zahntechnischen Labor erfordert. Hieraus resultieren relativ hohe Kosten, die durch den hohen Materialpreis des verwendeten Goldes (2013: rund 55 € je Gramm gegenüber ca. 20 DM je Gramm 1996) noch zunehmen. Aus diesem Grunde und wegen der wenig ansprechenden Ästhetik werden diese nur noch selten hergestellt.

Keramikinlays sind hingegen ästhetisch vorteilhaft: Sie sind zahnfarben und ahmen die Zahnfarbe durch einen "Chamäleoneffekt" noch zusätzlich nach. Dies führt dazu, dass sie kaum von der natürlichen Zahnhartsubstanz zu unterscheiden sind.

Beide Varianten sind extrem langlebig. Ihr größter Vorteil liegt in der Substanzschonung: Mit Inlays können oftmals noch Defekte versorgt werden, die man mit einer Füllung nicht mehr hätte instandsetzen können. Sie treten also weniger an die Stelle der Füllung, sondern verhindern die Versorgung des betroffenen Zahnes mit einer Krone, die ja immer zu einem erheblichen Substanzverlust führt. 

Für die Versorgung mit Inlays sind in der Regel zwei Behandlungssitzungen erforderlich:

Bei der ersten Sitzung wird der betroffene Zahn von Karies befreit und der Defekt in seiner Form so weit verändert, dass das Einsetzen eines Inlays möglich wird. Anschließend werden Abformungen genommen und  die entstandene Öffnung mit einem Provisorium aus Kunststoff versorgt. Nun wird auf der Grundlage der Abdrücke im zahntechnischen Meisterlabor Ihr Inlay hergestellt. Goldinlays entstehen in reiner Handarbeit, Keramikinlays werden meist computergefräst und nur von Hand nachbearbeitet.

Bei der zweiten Sitzung werden die vom Zahntechniker in präziser Feinarbeit hergestellten Inlays eingesetzt. Dabei kontrolliert der Zahnarzt die Form, schleift eventuell Feinheiten nach und befestigt die Einlagefüllung schließlich dauerhaft. Die Befestigung von Keramikinlays erfolgt in einem zeitaufwändigen Klebeverfahren. Hierbei werden Zahn und Inlay in mehreren Arbeitsschritten vorbehandelt und zum Schluss das Inlay mit einem farblich angepassten Spezialkunststoff eingeklebt. Durch dieses Klebeverfahren gibt es bei Keramikinlays keine Randspalten zwischen Zahn und Inlay, die die Dauerhaftigkeit der Versorgung beeinträchtigen könnten.

Inlays sind aufgrund der aufwändigen manuellen Herstellung und der Materialkosten (Goldinlays) bzw. der aufwändigen Herstellung und Verklebung (Keramikinlays) nicht kostengünstig. Die private Krankenversicherung übernimmt die Kosten fast immer. Die gesetzliche Krankenversicherung trägt nur die Kosten für eine Füllung in gleicher Größe, so dass für gesetzlich krankenversicherte Patienten Kosten in Höhe von rund 500€ je Inlay entstehen können. Private Zusatzkrankenversicherungen übernehmen oftmals einen größeren Teil des Eigenanteils.

Da die Kosten für Inlays je nach Größe und Schwierigkeit deutlich unterschiedlich sein können, sprechen Sie uns bitte bei Interesse an. Wir erstellen Ihnen gern einen individuellen Kostenvoranschlag.