Zahnentfernung

Die meisten Menschen können sich an ihre ersten Zahnverluste meist noch erinnern: Die Milchzähne lösten sich fast von selbst, wurden irgendwie „herausgewackelt“ und den Eltern strahlend präsentiert.

Im Gegensatz dazu haben viel Menschen Angst, sich Zähne vom Zahnarzt entfernen zu lassen. Bleibende Zähne sind nicht mehr so einfach zu entfernen. Die Zahnwurzeln sind länger und die hinteren Backenzähne breitflächig im Knochen verankert. Normalerweise versucht der Zahnarzt, alle Zähne möglichst lange zu erhalten. Eine Zahnentfernung (Extraktion) ist aber dann nötig, wenn der Zahn nicht mehr zu retten ist. Unbehandelte ►Karies oder auch eine fortgeschrittene ►Parodontitis machen dann häufig eine Zahnentfernung nötig.

Bei Kindern mit Milchzähnen fallen die Zähne in der Regel von alleine aus und schaffen somit Platz für neue Zähne. Manchmal kann es aber passieren das man Milchzähne ziehen muss damit man eine später Schiefstellung der anderen Zähne verhindert. Auch bei sehr stark beschädigten Milchzähnen durch Karies oder wiederkehrende Entzündungen kann es manchmal nötig sein einen Milchzahn zu ziehen.

Behandlungsablauf
Wunddheilung nach Zahnentfernung

Der Eingriff wird unter örtlicher ►Betäubung durchgeführt. Das Verfahren ist abhängig von der Art des zu entfernenden Zahns. Zunächst wird der betroffene Zahn gelockert und dann mittels einer Zange oder anderen Instrumenten aus dem Kieferknochen entfernt. Gegebenenfalls wird der Zahn zur besseren Entnahme auch zerkleinert. Danach wird die Wunde gesäubert und ggf. die darüber liegende Schleimhaut zugenäht. Generell sollte nach dem Eingriff sehr genau auf die Mundhygiene geachtet werden, da sich in einer Wunde leichter Bakterien und Keime einnisten können. Die Wundheilung dauert etwa eine Woche, ist jedoch von der Art des Eingriffes und von Mensch zu Mensch verschieden.

Was ist nach der Zahnentfernung zu beachten?

Nach der Zahnentfernung beißen Sie bitte noch für etwa 20 Minuten auf den Tupfer, den wir auf die Wunde gelegt haben. Durch den Druck kommt die Blutung zum Stillstand. Nach etwa 20 Minuten können Sie den Tupfer einfach ausspucken. Sofern es später noch einmal nachblutet, beißen Sie bitte noch einmal einige Zeit auf ein sauberes, trockenes Stofftuch. Bitte nehmen Sie hierfür kein Papiertaschentuch! Der Wundschmerz ist bei der einfachen Zahnentfernung meist nicht allzu stark. Bei Bedarf nehmen Sie ein übliches Schmerzmittel. Mittel mit dem Wirkstoff "Acetylsalicylsäure" wie z.B. Aspirin wirken jedoch blutverdünnend und dürfen daher nicht angewandt werden. Vermeiden Sie stärkere körperliche Belastung, um das unangenehme "Puckern" bei der Wundheilung zu minimieren. Eine Kühlung kann helfen, ist aber nicht zwingend notwendig.
Essen Sie bitte erst wieder, wenn die Betäubung vollends verschwunden ist. Sie laufen sonst Gefahr, sich durch einen Biss auf Wange oder Lippe erheblich zu verletzen. Verzichten Sie möglichst lange, mindestens jedoch 24 Stunden, auf das Rauchen. Früheres Rauchen erhöht das Risiko einer Wundentzündung massiv!
Der Wundschmerz sollte über die nächsten Tage immer besser werden. Merken Sie nach einigen Tagen plötzlich wieder eine Verschlechterung, melden Sie sich bitte sofort bei uns oder am Wochenende beim ►Zahnärztlichen Notfalldienst. Eine solche Verschlechterung ist oftmals das erste Zeichen einer Wundinfektion, die aufgrund der in der Mundhöhle vorhandenen Bakterien immer vorkommen kann. In einem solchen Fall ist es wichtig, sofort gegenzusteuern. Daher melden Sie sich bitte lieber einmal zu viel bei uns oder gehen am Wochenende zum Notdienst. Je später eine Entzündung behandelt wird, desto langwieriger und schmerzhafter wird die Behandlung für Sie!

Weitere Informationen zum Thema Zahnentfernung
pdf
Zahnentfernung-c.pdf pdf Zahnentfernung-Kieferorthopaedie-dgzmk.pdf pdf Zahnentfernung-Nachblutung-dgzmk.pdf