Brücken

Brücken kommen zum Einsatz, wenn ein oder auch mehrere fehlende Zähne zu ersetzen sind.
Die durch die fehlenden Zähne entstandene Lücke sollte aus medizinischer Sicht baldmöglichst wieder geschlossen werden. Ansonsten kann es zu einer Kippung der Nachbarzähne sowie einem Herauswachsen (Elongation) der gegenüber liegenden Zähne kommen. Auch Schädigungen der Kiefergelenke sind möglich.

Heute stehen zur Versorgung von Lücken neben den seit Jahrzehnten bewährten Brücken auch ►Implantate zur Verfügung. Da bei einer Brückenversorgung die Nachbarzähne ggf. beschädigt, auf jeden Fall aber stärker belastet werden, wird der Lückenschluss mit Implantaten immer häufiger angewandt.

Dennoch bleibt die Brückenversorgung eine seit Jahrzehnten bewährte Lösung, die sich durch eine sehr gute Dauerhaftigkeit bei gleichzeitig überschaubaren Kosten auszeichnet.

 

Um eine Lücke mittels einer Brücke zu schließen, werden die beiden an die Lücke angrenzenden Zähne mit ►Kronen versorgt und ein künstlicher Zahn an diesen Kronen befestigt. Dies bedeutet, dass die Nachbarzähne überkront werden und an den Kronen der die Lücke schließende künstliche Zahn befestigt ist. Nachteil ist, dass bei diesem Vorgehen auch ansonsten gesunde Zähne beschliffen werden müssen. Der Vorteil dieser Lösung besteht in dem relativ geringeren Kostenaufwand, vor allem im Vergleich zur deutlich aufwändigeren Implantation.

Ob diese Lösung im Einzelfall sinnvoll ist, besprechen wir ausführlich mit Ihnen.

Besondere Ausführungen

1. Brücke mit ►Inlays oder Teilkronen als Brückenanker:

Bei einer Inlay-Brücke werden, anders als bei herkömmlichen Brücken, die Nachbarzähne nicht komplett beschliffen, sondern lediglich mit gegossenen Füllungen, sogenannten Inlays, versehen. Der Vorteil, dass erheblich weniger Zahnhartsubstanz geopfert werden muss. Diese Technik wird allerdings nur an den hinteren Zähnen angewandt und ist nur bei kleinen Lücken möglich, da genug Substanz vorhanden sein muss, um die Brücke sicher zu verankern. Hinzu kommt, dass die Versorgung mit Inlaybrücken von der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht bezuschusst wird. Sie erhalten für eine solche Lösung also keinerlei Zuschuss Ihrer Krankenkasse.
Möglich wäre auch die Verankerung der Brücke mittels gegossener Teilkronen. Diese ist grundsätzlich bezuschussungsfähig, wird aber aufgrund des sehr großen zahnärztlichen und zahntechnischen Aufwands nur selten angewandt.

2. Besondere zahntechnische Ausführung:

Wie bei einer Versorgung mit Kronen, stehen auch hier verschiedenste zahntechnische Ausführungen zur Wahl. Welche Ausführung für Sie die richtige ist, besprechen wir selbstverständlich mit Ihnen. Vollkeramische Brücken sind aufgrund der Materialeigenschaften der Keramik jedoch nur bei relativ kleinen Brücken auf Dauer erfolgversprechend. Ob Sie Ihre Brücke also silber- oder goldfarben oder doch lieber zahnfarben verblendet wünschen, bleibt Ihnen überlassen. Wir beraten Sie in jedem Falle ausführlich.